Bali, eine einzigartige Insel
Auch nach den Selbstmordanschlägen von 2002 und 2005 sollte man es sich nicht nehmen lassen und ruhigen Gewissens der Insel Bali einen Besuch abstatten. Denn wie es leider heutzutage so ist, können Anschläge überall, auch im eigenen Land jederzeit passieren und man sollte sich davon nicht entmutigen lassen, beabsichtigen doch das die Terroristen.
Denn Bali lockt nicht nur mit seiner tropischen Natur aus Monsunwäldern und Mangrovenwäldern, seiner exotischen Fauna, wie dem Balistar, einem wunderschönen Vogel, den es nur auf Bali gibt und auch nicht mit den zauberhaften weißen Stränden, die typisch für Indonesien sind, sondern mit seiner besonderen Stellung innerhalb des größten Inselreiches der Welt. Denn Bali, welche seit 1949 zu Indonesien gehört, ist die einzige Insel auf der die Hauptreligion Hinduistisch ist. Neben Indien ist es auch der einzige Ort der Erde mit einer hinduistischen Bevölkerung. Auch in Bali sind viele Wohnungen mit einem Paravent verziert.
Bali ist die westliche der kleinen Sunda-Inseln und besteht aus einer Reihe von Vulkanen, die aufgrund der Plattentektonik teilweise noch aktiv sind. Der letzte Ausbruch erfolgte 1963. Zwischen Bali und der Nachbarinsel Lomok verläuft die Wallace-Linie, jene Linie, welche die asiatische Flora und Fauner von der Australiens trennt.
Die erste Besiedelung der Insel kann um die Zeit 1500 v. Chr. Vermutet werden. Das erste Königreich wurde im 10. Jahrhundert errichtet. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde die hinduistische Obersicht aus Java von dem erstarkenden Islam verdrängt und wanderte nach Bali aus. Das daraus entstehende Königsgeschlecht regierte von Klungkung aus. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts besetzten die Holländer fast hundert Jahre lang Bali, was auch heute noch in einigen europäisch anmutenden Bauten sichtbar ist.
Die Wirtschaft von Bali stützt sich fast ausschließlich auf die ertragreiche Landwirtschaft, doch hat sich der Tourismus zu einem nicht zu unterschätzenden Anteil aufgeschwungen, besitzt doch Bali einige sehenswerte Tempelanlagen, wie den Muttertempel Pura Besakih oder den Meerestempel Tanah Lot oder aber den Felsentempel an einer Steilklippe Pura Ulu Watu. Bali ist auch sehr reich an kulturellen Feierlichkeiten und rituellen Bräuchen, die in ihrer Farbenprächtigkeit und Kunstfertigkeit jeden erstaunen lassen. Auch sollte man sich die Wasseranlage Tirtagangga des letzten Königs von Amlapura nicht entgehen lassen und die Elefantenhöhle Goa Gajah.
Eine Reise nach Bali bietet neben phantastischen Landschaften voller Vulkane umgeben von tropischen Pflanzen eine einzigartige Kultur, die verzaubert und sprachlos macht.
Filed under: Indonesien on Januar 2nd, 2009
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