Das bezaubernde Kerala in Indien

Vor einiger Zeit las ich „Den Gott der Kleine Dinge“, den halbautobiografischen Roman der Inderin und politischen Aktivistin Arundhati Roy, in dem es um den Gott der kleinen Dinge geht: „er hinterlässt keine Spuren im Sand, keine Wellen im Wasser, kein Abbild im Spiegel. Er ist der Gott dessen, was verloren geht, der persönlichen und alltäglichen Dinge, nicht der Gott der Geschichte, die die ‘kleinen Dinge’ grausam in ihren Lauf zwingt … und: Die Dinge können sich an einem einzigen Tag verändern.”

Sonnenuntergang in den Backwaters

Sonnenuntergang in den Backwaters

Die Geschichte der zweieiligen Zwillinge Geschwister Rahel und Estha ist unter anderem in Kerala, einem indischen Bundesstaat angesiedelt, der mich seit ich das Buch gelesen habe fasziniert und nicht mehr loslässt. Kerala liegt an der westlichen Seite der Spitze von Indien an der Malabarküste und ist eine der dichtbesiedelten Regionen Indiens. Die Hauptstadt ist Thiruvananthapuram. In Kerala, was auch Land der Kokospalmen bedeutet, da es sehr viele von ihnen gibt, wird die Sprache Malayalam gesprochen. Das Land liegt an der Küste, dennoch gibt es auch sehr viele bewaldete Hügel und wild anmutende Gebirgshänge.

In der Umgebung der Stadt Kochi aber auch Kollam gibt es viele Wasserstraßen, Seen und Lagunen, die auch als Backwaters bezeichnet werden. Dort befindet sich auch der beeindruckende Vembanadsee. Das Klima ist, wie sollte es auch anders in Indien sein, tropisch und wird sehr stark von dem Monsun beeinflusst.

Möchte man als Tourist oder Reisender Kerala besuchen, sollte man sich in der alten Hafenstadt Kochi oder deren Umland einquartieren, um die Schönheit der Backwaters bestaunen zu können. Aber auch der Periyar-Nationalpark in den Westghats im Norden von Kerala ist durch seine beeindruckenden Naturphänomene einen Besuch wert. Natürlich gibt es an der Küste auch wunderschöne Sandstrände wie der Kovalam oder der Varkala. Der Tourismus-Slogan für Kerala heißt „God’s Own Country“, denn nicht nur der Gott der kleinen Dinge fühlt sich hier sichtlich wohl.

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