Das vielseitige Neuseeland
Neuseeland liegt neben seinem großen Bruder Australien und ist für uns Mitteleuropäer mehr als eine Weltreise entfernt. Dennoch macht dieses weit entfernte Inselreich von sich reden und das nicht erst als Drehort der „Herr der Ringe“-Trilogie von Peter Jackson. Auch die allseits beliebte Fernsehserie „Xena“ (1995-2001) wurde in Neuseeland gedreht. Die Hauptdarstellerin Lucy Lawless ist gebürtige Neuseeländerin, ebenfalls wie der Schauspieler Sam Neill (Jurassic Park, The Tudors). Auch der Gründer des Formel 1 McLaren-Teams Bruce McLaren ist gebürtiger Neuseeländer.
Neuseeland ist ein Königreich im Commonwealth of Nations mit demokratisch-parlamentarischer Verfassung. Staatsoberhaupt ist Queen Elizabeth II., vertreten durch Generalgouverneur Anand Satyanand und Premierminister John Key. Neuseeland wird auch als „grüne Insel“ bezeichnet. Das liegt zum einen an der dünnen Besiedlung, zum anderen an den großen Anteilen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Lebensmittelindustrie an der Gesamtindustrie. Auch ist die Natur von Neuseeland nicht nur einzigartig, sondern auch relativ unberührt. In Neuseeland kommen auf jeden Einwohner acht Schafe und über 5.3 Millionen Milchkühe leben in dem Inselreich. Damit ist Neuseeland der weltweit größte Exporteur von Milchprodukten. Des Weiteren ist Neuseeland hinter Italien und China der drittgrößter Kiwi-Anbauer. Auch für seine Weine ist Neuseeland mittlerweile sehr bekannt. Besonders die Sauvignons und Chardonnays sind sehr beliebt.
Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln und mehr als 700 kleineren Inseln. Die zwei Hauptinseln sind durch die Cookstraße getrennt, welche an ihrer schmalsten Stelle 23 km breit ist. Die Hauptstadt liegt auf der Nordinsel und heißt Wellington. In Neuseeland leben ungefähr 4,3 Millionen Menschen mit einer Bevölkerungsdichte von 16 Einwohnern pro Quadratmeter. Ein Drittel der Bevölkerung lebt in Städten oder genauer in Agglomerationen. Es gibt ihrer 16. Die größten sind Auckland City mit 405.000 und Christchurch mit 350.000 Einwohnern.
Neuseeland wurde Ende des 13. Jahrhunderts von den Polynesiern entdeckt, die es besiedelten und deren Nachkommen die Maori-Kultur gründeten. Der erste Europäer, der Neuseeland erblickte, war der Niederländer Abel Tasman. Er entdeckte 1642 ein „großes, hoch gelegenes Land“. Mehr als ein Jahrhundert später, 1769 landete James Cook mit seiner „Endeavour“ in Neuseeland. Er und die ihn begleitenden Wissenschaftler kartografierten das Land, untersuchten die Flora und Fauna und studierten die Maori. Nach Beginn der Besiedlung und mehr oder weniger friedlicher Koexistenz mit den Maori wurde 1835 die Unabhängigkeit im Vertrag von Waitangi besiegelt. Mitte des 19. Jahrhunderts kann es zu einer Verstärkung der Einwanderungswelle. Viele hofften in Neuseeland auf ein besseres Leben als Bauern und Viehzüchter. Die meisten kamen aus England und Schottland, aber auch viele deutsche Einwanderer waren darunter.
Und noch etwas Skurriles zum Schluss: Eine der größten Münzen der Erde war die neuseeländische 50-Cent-Münze mit einem Durchmesser von 3,2 cm. Diese wurde leider im August 2006 aus dem Verkehr genommen wegen steigender Materialkosten.
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Filed under: Neuseeland on April 7th, 2009
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