Goa in Indien
Goa ist mit seinen drei Buchstaben nicht nur ein kurzes Wort, sondern auch mit einer Fläche von ca. 3.800 km² und rund 1.453.000 Einwohnern der kleinste indische Bundesstaat, welcher an der mittleren Westküste Indiens liegt. Benannt wurde der Staat nach der gleichnamigen Stadt Goa, heute Velha Goa. In der Flower-Power-Bewegung galt Goa als DAS Traumziel, aber auch heute noch ist es eines der beliebtesten Reiseziele der Touristen.
Besonders reizvoll für den Indienbesucher sind die traumhaften Küsten Goas. Der Urlauber kann nicht nur an den Palmenstränden traumhafte Sonnenauf- und -untergänge beobachten, sondern sich auch von der Artenvielfalt unter Wasser bezaubern lassen. Es werden Tauchgänge, Wasserskifahren oder Windsurfen angeboten sowie Delfin-Beobachtungstouren.
Aufgrund seiner 450 Jahre andauernden portugiesischen Kolonialisierung weist Goa eine außergewöhnliche kulturelle Prägung auf, welches sich besonders in der Religionszugehörigkeit widerspiegelt: 70 % der Einwohner Goas sind Hindus und 30% Katholiken. Die Hauptstadt Goas ist Panaji mit etwa 59.000 Einwohnern.
Die Geschichte Goas kann bis in das 3. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden. Es wurde unter anderem von dem Nationalhelden Ashoka (um 300 - um 231 v. Chr.) regiert. 1498 landeten die Portugiesen erstmalig unter Vasco da Gama an der indischen Küste bei Calicut. Nachdem Afonso de Albuquerque ein Bündnis mit Vijayanagar gegen Bijapur einging, eroberte er mit Unterstützung der Flotte Vijayanagars 1510 die Gegend um die heutigen Städte Panaji und Velha Goa. Erst die Ausrufung der Republik in Portugal am 5. Oktober 1910 hatte für Goa die Befreiung zur Folge.
Goa ist heute von allen Regionen Indiens am stärksten europäisch geprägt. Besonders in der Architektur finden sich Spuren der portugiesischen Kolonialherrschaft. So finden sich viele Sakralbauten, wie zum Beispiel Kirchen und Klöster in Velha Goa, der ehemaligen Hauptstadt Goas, die seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Frankcisco de Xavier, der von vielen Katholiken als Schutzheiliger Goas angesehen wird, liegt in der Basilika „Bom Jesu“ zur letzten Ruhe. Alte hinduistische Tempelarchitektur findet der Indienbesucher hauptsächlich in ländlichen Randgebieten.
Aber auch für den Gourmet finden sich in der Küche mediterrane und indische Geschmäcker interessant vermischt. Typisch sind Reis und Fischcurrys für die goanesische Küche. Zum Abschmecken werden Kokosöl und –fruchtfleisch verwendet, sowie eine große Vielfalt an Gewürzen, vor allem Chili, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkuma, Tamarinden und Essig. Um die Kehle zu benetzen wird der hochprozentige Fenny, der entweder aus Kaschuäpfeln oder aus Kokusnüssen gebrannt wird, als das beliebteste alkoholische Getränk serviert.
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Filed under: Indien on August 6th, 2009
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