Indonesien, der größte Inselstaat der Welt
Indonesien ist noch ein relativ junger Staat. Er wurde am 17. August 1945 proklamiert und erlangte zwei Jahre später, am 27. Dezember 1949 die Unabhängigkeit von den Niederlanden. Die Hauptstadt ist mit über 18 Millionen Einwohnern Jakarta, früher Batavia genannt. Dieses achtgrößte Ballungsgebiet der Welt befindet sich auf der Insel Java, auf der ungefähr die Hälfte aller 236,8 Millionen Bewohner des Landes wohnt. Somit ist Indonesien die viertgrößte Nation der Welt nach den USA, Indien und China. Indonesien ist eine Verschmelzung lateinischer und griechischer Wörter und bedeutet „indische Insel“.
Indonesiens Landfläche, immerhin über 1,9 Millionen km², verteilt sich auf über 17.000 Inseln, von denen über 6.000 bewohnt sind. Diese Inseln erstrecken sich zwischen Malaysia, Papua Neuguinea und Australien und liegen sowohl im Indischen als auch im Pazifischen Ozean. Ihre zahlreichen Inseln werden zu den Großen und den Kleinen Sundainseln sowie zu den Molukken zusammengefasst. Die größten Inseln heißen Sumatra, Borneo, Java und Sulawesi (Celebes).
Indonesien besitzt ein immerfeuchtes Tropen-Klima mit Temperaturen um die 25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95%. In dieser tropischen Schwüle am Äquator gibt es riesige Regenwälder, in denen eine unbeschreibliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen beheimatet ist. Einige Inseln wie Java und die Kleinen Sundainseln werden von dem Monsun beherrscht. Dieser bringt sehr trockene Luft mit sich und bedingt eine Trockenperiode im Winter. In dieser Zeit werfen die Bäume ihre Blätter ab und regenerieren sich. Diese Monsunwälder sind sehr hell und mit einer ausgeprägten Krautschicht versehen.
Mitten durch Indonesien führt die Wallacelinie. Sie wurde nach dem Naturforscher Alfred Russel Wallace (1823-1913) benannt, welcher feststellte, dass es eine Grenze zwischen Borneo und Sulawesi bzw. zwischen Bali und Lombok gibt, die die asiatische von der australischen Flora und Fauna biologisch trennt. Er stellte dies anhand von Elefanten, Tigern und Orang-Utans fest, die zwar auf Sumatra, Bali und Java vorkamen, nicht jedoch auf Sulawesi und den Molukken. Auch liegt Indonesien mitten im sogenannten Korallendreieck, in dem laut dem WWF rund 75 Prozent aller bekannten Korallenarten vorkommen. Hier tummeln sich auch viele Schildkröten, Delfine und Wale.
Schon längst wurde Indonesien aufgrund seiner einzigartigen Natur, seiner Traumstrände und seiner farbenprächtigen Kultur für den Tourismus entdeckt. Allein auf der Insel Bali erholen sich jährlich 4 Millionen Touristen. Es gibt auch einige beeindruckende Bauwerke, die nicht ohne Grund auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste stehen. Als Beispiele hierfür sollen die buddhistische Tempelanlage Borobubur und die hinduistische Tempelanlage Prambanan auf Java genannt werden. Auch gibt es einige Vulkane, die man besichtigen kann, wie den Bromo und den Kawah Putih. Für die Entspannung gibt es zahlreiche Badeorte wie Pangandaran, die mit endlosen fantastischen Sandstränden locken. Aber auch kulturell Interessierten hat Indonesien einiges zu bieten. Jakata, die Stadt der Blumen Bandung und Cirebon sind nur einige Orte, in denen man viel erleben kann, unübertroffene Tempel bewundern und mit den sehr freundlichen Menschen in Kontakt treten kann. Auch gibt es viele Nationalparks, in denen man viele Tiere in ihrer natürlichen Umgebung bestaunen kann, die man sonst nur aus Dokumentationen kennt.
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Filed under: Indonesien on März 13th, 2009
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