Kathmandu - Das Dach der Welt

Katmandu ist nicht nur die Hauptstadt Nepals, sondern auch mit 1,6 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die Stadt liegt im Kathmandu -Tal, welches sich in 1300 m Höhe befindet, und von 2000-2700 m hohen Bergen umgeben ist. Durch Katmandu fließen die Flüsse Vishnumati und Dhobi Khola. Mittlerweile ist Katmandu mit ihrer Schwesterstadt Lalitpur (früher Patan) verbunden.

Katmandu (früher Kantipur) ist zuzusagen das Herz von Nepal. In der Stadt finden sich nicht nur alle zentralen Institutionen und alle repräsentativen Bauten der Regierung und des Königshauses auch zahlreiche Konsulate und Sitze von Hilfsorganisationen befinden sich in der Hauptstadt. Es gibt des weitern viele hinduistische Tempel, wie den Durbar Marg, aber auch andere religiöse Bauwerke und Heiligtümer.
Die Altstadt ist in der für Nepal typischen Blockstruktur bebaut, mit großen Innenhöfen (Bahals), welche ebenfalls bebaut wurden. Zwischen den einzelnen Gebäuden gibt es nur schmale Gassen, die regelmäßig von Fußgängern und Autos im Linksverkehr verstopft werden.

Das Kathmandu-Tal zählt seit 1979 zu dem UNESCO-Weltkulturerbe, durch die drei einzigartigen Königsstädte Kathmandu, Patan und Bhaktapur. In den 60er und 70er Jahren war Kathmandu eine Station im sogenannten „Hippie trail“. Viele Anhänger der freien Liebe besuchten die Stadt auf der Suche nach sich selbst, der Erleuchtung, Kontakt mit fremden Kulturen oder Haschisch.

Die beste Zeit, um Kathmandu zu besuchen, ist die Trockenzeit von Oktober bis April. Trotz des Winters liegen die Temperaturen dennoch bei weit über 0°C.

Die Stadt Kathmandu wurde im 10. Jahrhundert am Zusammenfluss der zwei Flüsse gegründet, nachdem es die Göttin Mahalakshmi dem König Gunakama Deva befohlen hatte. Durch indische Zugezogene etablierten sich im Lauf der Jahrhunderte der Hinduismus und das Kastensystem. Ende des 14. Jahrhunderts gründete Javastithi Malla die Malla-Dynastie. Damit begann eine Epoche des Wohlstandes durch Handel und eine Blütezeit in der Kunst. Währende dieser Zeit entstanden Tempelbezirke, Pagoden und erste Monumentalbauten. Ende des 18. Jahrhunderts endete die Malladynastie durch die Eroberung der Gurkhas.

Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Umorganisation der Stadt nach europäischem Vorbild, erste Krankenhäuser, Schulen und Kasernen entstehen. Nachdem die Engländer Indien kolonisiert hatten, stationierten sie einen Beobachter in Kathmandu. Dies führte dazu, dass sich Nepal in die völlige Isolation zurückzog und nur Inder als einzige Ausländer das Land besuchen durften. Noch 1948 galt Nepal als von Europäern unerforschtes Gebiet.

Sehenswert ist neben dem Palast- und Tempelbezirk in der Mitte von Kathmandu auch der große Taleju-Tempel. Auch sollte man dem Heiligtum der lebenden Göttin Kumari einen Besuch abstatten, wenn sie sich im Heiligtum Kumari Bahal zeigt, bringt das Glück. Kumari ist eine Reinkarnation von Parvati, der Frau Shivas. Der höchste Turm Nepals ist der 55 m hohe weiße Bhimsen Pillar, welcher 1832 vom Premierminister Bhimsen Thapa erbaut wurde.

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