Kazan – Bindeglied zwischen Europa und Asien
Die Stadt Kazan, gelegen am Verbindungsort der mächtigen Ströme Wolga und Kama, ist als Hauptstadt der Republik Tatarstan im Herzen Zentalrusslands das Bindeglied zwischen den Kontinenten Europa und Asien, denn sie verbindet den orientalischen Flair mit dem gesetzten Charme Europas.
Kazan kann auch ein bewegte und lange Geschichte zurückblicken. Besiedelungsspuren lassen sich bis vor 5000 Jahren nachweisen. Ursprünglich wurde die Stadt im 10. Jahrhundert von Wolgabulgaren gegründet. Eine bedeutende Persönlichkeit für Kazan war Iwan der Schreckliche. Er gliederte die Stadt 1552 in das Großreich Russland ein.
Eine große Vorbildfunktion zeigt die Stadt Kazan im friedlichen Koexistieren sehr verschiedener Religionen. Die Hauptgruppe machen die Islamiten aus, gefolgt von den russisch Orthodoxen. Aber auch andere Glaubensgemeinden wie Juden, Adventisten, Katholiken und Protestanten sind ebenso anzutreffen. Diese Fülle an verschiedenen Gotteshäusern, wie Minarette und Kirchen, machen das Stadtbild von Kazan so außergewöhnlich.
Auch in kultureller und wirtschaftlicher Sicht befindet sich Kazan in exponierter
Stellung. Eine der ältesten russischen Universitäten wurde 1804 hier gegründet.
Die Umgebung von Kazan hat eine große landwirtschaftliche Bedeutung für das Land, verfügt sie doch über sehr fruchtbaren Boden. Das Klima ist recht kontinental, mit milden Sommern und teilweise strengen Wintern.
Wenn man als Tourist diese Stadt bereist, sollte man sich den nach einhelliger Meinung schönsten Kreml Russlands nicht entgehen lassen: den Kasaner Kreml. Außerdem kann die Stadt Kazan mit einem kleinen Bruder des Pisa Turmes aufwarten: den von 1845-1850 erbauten schiefen Turm von Kazar. Wie oben bereits erwähnt, zieren die Stadt so einige Heiligtümer, besonders sehenswert sind die Moschee Kul Scharif und die Peter-Paul Kathedrale.
Filed under: Russland on November 18th, 2008
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