Keine Meuterei auf den Bountyinseln

Wer kennt nicht den Film „Die Bounty“ von 1984 mit Mel Gibson als Meuterer Fletcher Christian (1764 – 1793), Laurence Olivier und Anthony Hopkins als Lt. William Bligh (1754 – 1817)? Letzterer war ein berühmter Seemann und später Gouverneur von New South Wales in Australien. Er entdeckte aber auch die nach seinem Schiff benannte Bountyinseln, welche als Inselgruppe im Südpazifik politisch zu Neuseeland und den New Zealand Offshore Islands gezählt werden. Bei den Bountyinseln handelt es sich um 22 kleine Inseln und zahlreiche Felsen aus Granit. Die Hauptinsel ist Depot Island und 1,3 km² groß. Alle diese malerischen Inseln werden allerdings nicht bewohnt. Weitere Inseln sind Spider Isalnd, Penguin Island, Lion Island und Ruatara.

Pinguine

Pinguine

Die Bountyinseln liegen rund 690 km südöstlich von Christchurch, die englischste Stadt Neuseelands mit 350.000 Einwohnern an der Ostküste der Südinsel Neuseelands. William Bligh entdeckte die größte der Bountyinseln am 8. September 1788, ein Jahr nachdem die Meuterei auf der Bounty stattfand.

Die Bountyinseln zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe durch ihre einzigartige Flora und Fauna, die auch von der neuseeländischen Regierung geschützt wird, indem sie das Betreten der Inseln verboten hat. Auf den Inseln gibt es eine kleine Population Neuseeländischer Seebären, die im 19. Jahrhundert als ausgerottet galten. Auch die Vogelwelt ist auf den Inseln einzigartig und sehr zahlreich, vergleichbar mit den Galapagosinseln. So gibt es beispielsweise die Kormoranart Bountyscharbe, den Bounty-Dickschnabel-Sturmvogel sowie Graurückenalbatrosse und Kronenpinguine, die nur auf diesen Inseln und den Antipoden-Inseln nisten.

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