Pisa und seine Sehenswürdigkeiten
Pisa ich komme…voller Vorfreude, sitze ich am Galileo Galilei Flughafen und warte darauf, dass mich meine Verwandten abholen, das wird mein 3. Aufenthalt hier in Italien sein, aber hoffentlich nicht der letzte. Schon auf dem Flughafen rieche ich die andere Luft, welche leicht würzig vom Meer und der Pizzeria nebenan ist, jedoch auch nach Sonne und Erholung duftet. Auch sind die Menschen hier erfüllt vom Dolce Vita, die Freunde am Leben! Nach etwa dreißig minütiger Wartezeit ist es endlich so weit, meine Verwandten sind da, eigentlich bin ich es ja auch nicht anders gewohnt, hier in Italien geht es ja eh etwas gelassener zu.
Am Telefon hatten sie mir eine Überraschung versprochen, jetzt bin ich gespannt und kann es kaum noch erwarten, dass ich meine Überraschung bekomme, ich hoffe es geht nach Pisa, schon so lange will ich dort hin, die Baukunst fasziniert mich einfach und ich hab schon soviel davon gehört. Ganz leise Murmel ich vor mich hin „Bitte Pisa, bitte Pisa, bitte…“
Nun steigen wir endlich ins Auto und meine Spannung wird immer größer, mir wird ganz flau im Magen vor Aufregung und die Schlaglöcher machen dieses Gefühl auch nicht besser, eher im Gegenteil. Wir fahren vorbei an einem Mix zwischen Baustellen-Landschaft, riesigen Supermarkt-Ketten und der unglaublichen Vielfalt der toskanischen Landschaft, überall Weinberge, kleine terrakottafarbende Häuschen mit grünen Dächern, die inmitten von Tausenden von leuchtend roten Mohnblumen liegen.
Von Weitem sehe ich ihn schon, den Schiefen Turm von Pisa, wie er hinter den Dächern der zwar modernen aber dennoch irgendwie alt gebliebenen Stadt hervorsticht. Diese Komposition aus italienischem Flair, der indirekten Hektik durch die hupenden Autos und den Massen an Vespas sowie der Gemütlichkeit der Bewohner gibt einem das Gefühl von Urlaub.
Und da sind wir endlich, ich denke nur „Juhu, endlich ist mein Traum wahrgeworden und die Bauten strahlen noch mehr Imposanz aus, als ich es mir jemals hätte vorstellen können“. Ich betrete den Platz, überall sind Stände an den Rändern aufgereiht mit Souvenirs, aber das Shoppen werde ich dann wohl auf später verschieben, kann ichmeinen Blick einfach nicht von dem imposanten Dom und dem Schiefen Turm von Pisa im Hintergrund mit seiner unglaublichen Neigung abwenden. Es sieht so aus, als würde er jederzeit zur Seite wegkippen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, wo ich zuerst hingehen soll, entscheide mich dann aber zuerst einmal den Dom in Augenschein zu nehmen, da ich ja später an einer Besichtigung des Schiefen Turms von Pisa teilnehmen.
Beiläufig bekomme ich mit, das grade eine Führung durch eine charmante Frau mit italienischem Akzent begonnen hat und schließe mich der Menschentraube an. Sie fängt an zu erzählen, der Dom Santa Maria Assunta sei eigentlich eine Kirche zu der der weltweit berühmte Schiefe Turm von Pisa (Campanile) gehört. Dieser steht zusammen mit ihr auf dem Piazza del Duomo, auf dem sich auch zwei weitere dazugehörige Bauwerke und das Baptisterium, Camposanto Monumentale befinden. Dieser Platz wird als Piazza die Miracoli, Platz der Wunder bezeichnet. Nach einer halbstündigen Führung halte ich es jedoch nicht mehr aus, ich bin so gespannt auf den „Campanile“ und nehme gleich an der nächstmöglichen Führung teil. Das bekannte schiefe Gebäude der Welt misst eine Höhe von 54 Metern und ist wegen eines Erdrutsches nach Südosten geneigt. Nachdem er sich geneigt hatte, wurden nach 100 jähriger Baupause die letzten vier Stockwerke schief aufgebaut.
Nachdem ich 45 Minuten später wieder geraden Boden unter meinen Füßen habe, muss ich mich erst einmal an den Winkel gewöhnen, jedoch ist mir jetzt endlich bewusst geworden, das ich wirklich in Italien bin und ich spüre das wird der tollste Urlaub meines Lebens!
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Filed under: Italien on September 25th, 2009
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