Verona – ein Ort für Liebende

Die Stadt Verona (Einwohner ca. 260.000) ist nicht erst seit Shakespeares „Romeo und Julia“ bedeutend geworden, schon seit der Antike siedelten hier Menschen, dank ihrer strategisch günstigen Lage, denn die Stadt liegt an der Mündung des Etschtals in die Poebene. Die atemberaubende Altstadt mit ihren romantischen Gässchen, Plätzen und Kirchen wird hufeisenförmig von der Etsch schützend umschlossen.

Die Innenstadt, „Centro Storico“, wurde zu einem Großteil in eine Fußgängerzone umgewandelt, was auch durchaus von Nöten ist, bei den Massen an Touristen, die sich durch die mittelalterlichen Sträßchen schieben. Der Versuch, dem Gedränge in Seitengässchen auszuweichen, endet jedoch nicht selten in einer Sackgasse.

Balkon der Julia

Balkon der Julia

Ein Touristenmagnetsist auf alle Fälle die „Casa di Giulietta“. Durch einen Durchgang, welcher mit unzähligen Bittzetteln von Liebenden zugeklebt ist, gelangt man in deinen gotischen Hinterhof, in der eine bronzene Statue der Julia steht. Die rechte Brust der tragischen Heldin ist schon blank poliert von den abertausenden Händen der Besucher, denn die frivole Berührung soll Glück bringen. Über der Statue befindet sich der berühmte „Balkon der Julia“, dieser ist jedoch ein moderner Anbau aus dem beginnenden 20. Jahrhundert.

Am Altstadteingang auf dem „Piazza Bra“ steht die noch gut erhaltene Arena, das größte Amphitheater neben dem Kolosseum in Rom. Die im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaute Arena weist erstaunliche Maße von 140 m Länge und 110 m Breite auf. Ursprünglich besaß das Amphitheater drei Stockwerke, aber von dem dritten ist nach einem Erdbeben nur noch ein kleiner Rest unter einer Schutzplane vorhanden.

Auch heute noch wird die Arena mit 22.000 Sitzplätzen für besondere Aufführungen genutzt. Dem aufmerksamen Besucher werden hier und da auf den Sitzreihen kleine Steinschnecken auffallen. Neben der Arena befindet sich das architektonisch beeindruckende Rathaus und viele Straßenlokale auf dem Platz, die einen wunderbare Aussicht bieten.

die Arena

die Arena

Wer sich für einen Besuch der Museen und Kirchen interessiert, für den ist die „Verona Card“ empfehlenswert. Sie gilt einen Tag und kostet 8 Euro, mit ihr kommt man in die Museen und Kirchen, ferner kann man die Stadtbusse kostenlos nutzen. Ein wahres Schnäppchen für den interessierten Reisenden.

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