Varna am Schwarzen Meer

Varna, auch Warna genannt,  ist die drittgrößte Stadt in Bulgarien, nach der Hauptstadt Sofia und Plowdiw. Warna ist international bekannt durch seinen großen Hafen, vom dem Fähren nach Odessa und Istanbul fahren, als erste Endstation des berühmten Orientexpress und als internationaler Flughafen, auf dem jährlich Tausende von Touristen landen, die am Sonnen- oder Goldstrand ihren Sommerurlaub verbringen möchten.

Die Stadt mit 350.000 Einwohnern liegt im Nordosten von Bulgarien am Schwarzen Meer unweit des Warnasees, welcher von dem Fluss Prowadijska gespeist wird. Die Umgebung von Varna wurde bereits seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, das belegen zahlreiche reichbestückte Gräber. Die erste Stadtgründung erfolgte im 7. Jh. v. Chr. von griechischen Siedlern aus Milet. Sie nannten sie Odessos. Als wichtige Handelsstadt konnte sie sich bis in die römische Zeit behaupten trotz wechselnder Herrschaftsansprüche.

Im 7. Jahrhundert n. Chr. wurde die Stadt von dem bulgarischen Khan Asparuch erobert und war während des ersten Bulgarischen Reiches ein zentraler Mittelpunkt des Christentums. Dies kann man auch heute noch an zahlreichen Kirchengebäuden aus dieser Zeit erkennen. Im Mittelalter war Warna eine wichtige Handelsmetropole und betrieb Handel mit Genua, Venedig und Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.

Ende des 14. Jahrhunderts gelangte auch Warna und unter osmanische Herrschaft, wie ganz Bulgarien. Dennoch konnte sie ihre Bedeutung als Handelsstadt mit einem wichtigen Hafen auch in dieser Zeit aufrechterhalten, sodass auch die erste Eisenbahnlinie des Osmanischen Reiches von Warna aus nach Russe an der Donau und somit mit Westeuropa ging.

Muttergottes-Kathedrale in Warna

Muttergottes-Kathedrale in Warna

Der Mittelpunkt der Stadt bildet die Muttergottes-Kathedrale aus dem Jahr 1896. In ihrer Nähe befinden sich der Basar und verschiedene Museen. Auch die Staatliche Oper Varna und die St.-Atanas- Kirche befinden sich im Zentrum der Stadt. Hinter der Kirche kann man die Ruinen einer römischen Thermenanlage aus dem 2. Jh. bestaunen, eine der größten Anlagen der Balkanhalbinsel.

Warna beherbergt eine Reihe sehr interessanter Museen, nicht nur das stadtgeschichtliche Museum und das Volkskundemuseum sind sehr interessant, auch das Medizin- oder Puppenmuseum ziehen viele Besucher in ihren Bann. Das Stadtbild ist geprägt von zahlreichen Kirchen und atemberaubender Jugendstilfassaden.

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One Response to “Varna am Schwarzen Meer”

  1. Toller Bericht!

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